6 Dinge, die Gexsi besser macht als Google

Gexsi ist eine Suchmaschine wie Google. Der Unterschied: Gexsi ist non-profit und unterstützt mit seinen Einnahmen Projekte, die die Welt positiv verändern. Was Andreas Renner, Kevin Fuchs und David Diallo bewegt hat, Gexsi zu gründen, und was die Suchmaschine einzigartig macht, erfahrt ihr direkt von den Gründern.

Jeder von uns sucht fast täglich etwas im Internet, statistisch circa 100 Mal im Monat. Mehrheitlich mit dem Smartphone. Und fast immer mit Google. Dessen Marktanteil liegt bei der mobilen Suche in Deutschland bei 98%, auf Desktop Rechnern etwas niedriger. Ist das schlimm? Das hängt von der Sichtweise ab. Wir sehen, dass hier ein enormes Potenzial steckt, über ein soziales Geschäftsmodell eine attraktive Alternativen zu entwickeln. Wie das geht, hat das Startup Ecosia gezeigt; das Unternehmen generiert über seine Suche jeden Monat zwischen einer halben und einer Million Euro für das Pflanzen von Bäumen. Die Zahlen schwanken aktuell. Die Corona-Krise hat die Budgets der Werbepartner um zeitweise 35-40% reduziert. Suchmaschinen sind dennoch ein erstaunlich profitables Geschäft. Trotz der Konjunkturdelle erzielt Google mehrere hundert Millionen Euro an Einnahmen. Pro Jahr? Nein, täglich!

Es überrascht daher nicht, dass der Markt alternativer Suchmaschinen in den letzten Jahren sprunghaft angestiegen ist. Neben Ecosia und unserer neuen Suche Gexsi – die Suchmaschine für eine bessere Welt – gibt es etliche weitere, die meist eine regional begrenzte Zielgruppe ansprechen: Lilo in Frankreich, Givero in Dänemark, oder die malaysische Suchmaschine Ekoru.

Wir haben Gexsi nicht einfach als Blaupause gegründet, die andere imitiert. Wir wollen vieles anders, besser, wirkungsvoller oder auch attraktiver machen.

 

1. Bei Gexsi schwingt ein bisschen Robin Hood mit

Ob Robin Hood ein Vorbild ist, mag man kontrovers diskutieren. Was uns positiv inspiriert, ist die Tatsache, dass es über eine eigene Internetsuche möglich ist, einen Teil des gigantischen Geldstromes für einen guten Zweck umzulenken. Und dies ganz legal. Einfach, indem wir immer mehr Menschen überzeugen, die Suchmaschine zu wechseln. Mit unseren Einnahmen unterstützen wir alle paar Wochen ein neues, spannendes soziales Projekt. Alle unsere Firmenanteile liegen in einer Stiftung, so dass 100% der Gelder in einem gemeinnützigen Kreislauf verbleiben. Eine weitere Besonderheit ist: Wir unterstützen immer wieder auch Projekte regional, in der Nähe unserer Nutzer. Für uns fühlt es sich richtig an, immer wieder auch dort Projekte zu unterstützen, wo es (über die Suchanfragen unserer Nutzer) generiert wurde. Bei Google sind dies zwei getrennte Welten. 

2. Wir möchten den 17 Global Goals zu noch mehr Schwung verhelfen

Uns bewegen ganz viele Themen: Bildungschancen für alle, Klimaschutz, eine nachhaltige Stadtentwicklung, die Energie- oder Ernährungswende, Meere ohne Plastikmüll, ein stabiles Gesundheitssystem und eine Grundversorgung für alle Menschen der Welt, der Schutz der Biodiversität, Gleichberechtigung und vieles mehr. Wir glauben, dass ganz viele Menschen weltweit eine ähnliche Sicht der Dinge haben, die gleichen Themen und Dringlichkeiten sehen. Mit unserem Fokus auf die 17 UN-Nachhaltigkeitsziele, den Sustainable Development Goals (SDGs), decken wir die gesamte Bandbreite an Lösungen ab, die die Welt menschlicher und zukunftsfähiger machen. Sie geben uns einen klaren Referenzrahmen. Hierauf bezieht sich auch unser Claim “Die Suchmaschine für eine bessere Welt”. Und ehrlich: Es gibt keinen einfacheren Weg, ein Zeichen zu setzen, dass man sich als Teil dieser globalen Bewegung versteht, als die Suchmaschine zu wechseln. Ein Klick und du unterstützt die 17 Ziele jeden Tag aufs Neue.

«Im Web suchen und dabei SDG-Projekte finanzieren? Genial! Der Wandel beginnt im Alltag.» Rebecca Freitag, ehemalige UN Jugend-Delegierte für Nachhaltigkeit

 

3. Es geht immer um die richtige Balance, auch im Internet 

Wenn wir auf Google zu sprechen kommen, sind wir hin- und hergerissen. Google ermöglicht in vielerlei Hinsicht einen enormen Fortschritt. Google hat Quantensprünge in der Verarbeitung von Daten ermöglicht, nicht nur bei der Suche, sondern auch in weniger sichtbaren Bereichen wie der Medizinforschung. Aber die Gefahr des gläsernen Menschen wird größer. Mit Gexsi geben wir den Menschen etwas an Autorität über ihre Datennutzung zurück. Jeder kann selbst steuern, ob er oder sie durch die Nutzung von Gexsi die Datenmenge, die Google kontrolliert, drosseln möchte. Unsere Suche läuft über die Technologie von Bing. Die Logik ist ganz einfach: Je aktiver du Gexsi nutzt, desto weniger Datenpunkte hinterlässt du bei Google. Wir haben bewusst die Google Navigation in unsere Suche integriert. So kann jeder ohne den Suchbegriff neu einzugeben direkt auf die Google Suchergebnisse zurückgreifen. Du entscheidet selbst, wie Intensiv du auf die Google Suche zurückgreifen möchtest. Es gibt kein richtig oder falsch. 

 

4. Wir möchten Querdenkern einen Raum geben, die junge Generation vorlassen

Wir bei Gexsi kommen alle aus dem Impact-Sektor, treffen fortlaufend Menschen und Initiativen, die einfach loslegen und Lösungen für dringliche gesellschaftliche Probleme ausprobieren – frei nach dem Motto: Wir gehen dann schon mal vor. Die positive Energie, die wir hier vorfinden, reißt uns mit. Diese wollen wir teilen. Und wir wollen sozialen Innovatoren und jungen Teams, die außerhalb der ausgetretenen Pfade neue Lösungen entwickeln, unterstützen – allen voran die, die noch keinen breiten Förderkreis haben. Viele entwickeln sogar Lösungen, die sich finanziell später einmal selber tragen; das begeistert uns.

 

5. Storytelling ist ein entscheidendes Element unserer Suchmaschine

Was gibt es schöneres auf der Welt, als sich immer wieder neu inspirieren zu lassen. Wir möchten unsere Begeisterung über neue Initiativen und Lösungen mit möglichst vielen teilen und so Menschen anregen, sich selbst zu engagieren. Bei Gexsi hatten wir in den letzten Monaten unter anderem eine Non-Profit unterstützt, die benachteiligte Communities zu ihrem Recht hilft, etwa wenn ihre Landrechte aufgrund von Korruption ignoriert werden, eine Smartphone App, die das “Sorgentelefon” ins digitale Zeitalter verlegt und Jugendliche in Krisensituation per Chatbot hilft, die richtige Anlaufstelle zu finden – ob Liebeskummer, Stress in der Schule oder mit den Eltern, und vieles mehr. Mit Forest Gum (ohne “p”) hatten wir eine Crowdfunding-Kampagne unterstützt für plastikfreie Kaugummis, bei denen die Kaumasse aus natürlichen Rohstoffen – statt wie üblich aber wenig bekannt: auf Basis von Erdöl – hergestellt wird. Über die tägliche Suche mit Gexsi weiß jeder, dass er oder sie einen kleinen Teil dazu beigetragen hat. Das fühlt sich gut an!  

 

6. Schaut hin, wer an euch verdient

Wir haben Gexsi auch gegründet, weil wir glauben, dass es nicht reicht, wenn ein gutes Produkt angeboten wird, das Unternehmen als ganzes aber nicht ethisch aufgestellt ist. Es lohnt sich durchaus zu schauen, welche Interessen sich jeweils hinter einer Suchmaschine verbergen – gerade dann, wenn diese sich als soziale oder datenschutzfreundliche Suche positioniert und somit einen ethischen Anspruch markiert. In diesem Punkt unterscheiden wir uns substanziell von anderen. Wenn beispielsweise die auf Datenschutz getrimmte Suchmaschine Startpage argumentiert, dass aufgrund ihrer Policy zum Schutz der Privatsphäre sie nichts darüber sagen könne, wer hinter der Firma steckt, ist das eine absurde Logik. Als Nutzer möchte ich wissen, ob ich mit meiner Suche die russische Mafia oder einen guten Zweck finanziere – oder irgendetwas dazwischen. Im Hinblick auf Transparenz und Governance stehen wir ganz vorne. Wir bei Gexsi haben unsere Firmenanteile komplett auf die gemeinnützige Good Impact Foundation übertragen. Dass bis auf Ecosia keine der anderen uns bekannten sozialen Suchmaschinen diesem Schritt gefolgt ist und bislang auch nicht den ersten Schritt getan hat und sich einem der ethischen Unternehmensnetzwerke wie den Certified B Corps oder der Gemeinwohlökonomie angeschlossen hat, ist schade. Wir hoffen, dass unser Vorbild zur Nachahmung animiert! 

Wir selbst verstehen uns als eine lernende Organisation, die sich weiterentwickelt und fortlaufend schaut, wie sie ihre Reichweite und Impact steigern kann – und dies ohne große Werbebudgets. Um zu wachsen, brauchen wir euch! Erzählt Freunden von Gexsi, nutzt die Suche privat oder im Job, sei es über unsere Smartphone App oder als Standardsuche über unsere Desktop Erweiterung. So können wir gemeinsam die Welt Stück für Stück positiv verändern!

Habt ihr Fragen, Anregungen oder Kritik? Schreibt uns!
Dr. Andreas Renner, Co-Founder Gexsi: andreas@gexsi.com