Warum wir als Gexsi bewusst Fake News streuen

Dieses Video zeigt mit einem Augenzwinkern, wie leicht Verschwörungstheorien entstehen können. Damit möchten wir für einen kritischen Konsum von Online-Informationen werben. 

 

Die Waschbären waren es!

Wir haben eine Verschwörung aufgedeckt. Wer die Indizien erst einmal wahrgenommen hat, wird sie nicht mehr vergessen. Das ist das faszinierende an Verschwörungstheorien. Das Video soll Spaß machen. Zugleich sehen wir es als eine Kampagne für eine kritischen Konsum von Informationen aus dem Internet. Egal wer diese liefert.

„Wir sind auf Nutzer angewiesen, die Informationen kritisch aufnehmen, egal wer diese bereitstellt“ Kevin Fuchs, Mitbegründer von Gexsi

Die grundlegendere Frage ist für uns. Was können wir als soziale Suchmaschine tun, um bessere – objektivere – Suchergebnisse zu liefern?

Liefern soziale Suchmaschinen die besseren Suchergebnisse?

Die ehrliche Antwort lautet: nein. Bislang gibt es keine Suchmaschine, die Fake News zuverlässig aussortieren kann. Google kann dies nicht tun. Microsoft mit seiner Suchtechnologie Bing, die von praktisch allen sozialen Suchmaschinen wie Gexsi, Ecosia, Lilo, Givero oder Ekoru verwendet wird, ebenso wenig. Das gleiche gilt für die im Silicon Valley beheimatete Suchmaschine DuckDuckGo, die teilweise eigene Algorithmen verwendet.

Gexsi Kampagne für kritischen Konsum von Informationen aus dem Internet

Mehr Wettbewerb und ethische Werbepartner! 

Es gibt keine soziale Suchmaschine, die Google verwendet. Nahezu alle basieren auf Bing. Auch wenn es dafür eigene Gründe gibt, trägt der Sektor der sozialen Suchmaschinen dazu bei, den Wettbewerb unter den Suchalgorithmen zu verstärken. Das ist gut so.

Mit einem Marktanteil von mehr als 90% hat Google heute schon nahezu ein Informationsmonopol. Gäbe es nur noch eine Suchmaschine, könnte der Nutzer nicht mehr wechseln, wenn er mit der Qualität nicht einverstanden ist oder er das Gefühl hat, dass die angebotenen Suchergebnisse tendenziös aufbereitet werden. verzerrt sind. Hinter jedem ausgespielten Suchergebnis steht eine hochkomplexe Bewertung dessen, was als relevant angesehen wird – und was nicht. Wenn es keine Alternativen gibt, fällt der Nutzer als Bewertungsinstanz weg.

„Cliqz hätte den Wettbewerb zwischen den Suchmaschinen entschieden bereichert.“ Andreas Renner, Mitbegründer von Gexsi

Wir bedauern die Entscheidung des Münchner Technologie-Startups Cliqz, ihre weit fortgeschrittene Entwicklung eines unabhängigen europäischen Suchalgorithmus ab dem 1. Mai 2020 einzustellen. Die Suche hätte den Wettbewerb deutlich intensiviert.

„Das größte Verbesserungspotential sehen wir in dem Algorithmus, der entscheidet, welche Anzeigen ausgespielt werden.“ Andreas Renner

Es gibt einen Bereich mit großem Verbesserungspotenzial, der alle sozialen Suchmaschinen gleichermaßen betrifft: die ausgespielte Werbung. Es mangelt an Werbenetzwerken für Suchmaschinen mit einem starken ethischen Fundament, dessen Angebot auf eine Zielgruppe zugeschnitten ist, die sich für einen nachhaltigen Lebensstil und den Erhalt eines lebenswerten Planeten interessiert. Dabei gibt es mehr als genug Produkte und Dienstleistungen, für die zu werben sich lohnt. Hier sollten wir als Impact Community uns zusammentun und mit einer Stimme sprechen. Angesichts des Marktanteils der sozialen Suchmaschinen von 0,1% kein leichtes Unterfangen. Es sollte dennoch sich etwas bewegen lassen.

Was wir als Gexsi tun  

Um eine „gute“ Suche sicherzustellen, tun wir verschiedenes:

  • Wir haben wir unsere Suchmaschine in einen 100%-ig gemeinnützigen Rahmen eingebettet, in unserem Fall: über die Good Impact Foundation.
  • Wir sichern wir einen hohen Schutz der Privatsphäre ,
  • Wir nutzen die Einnahmen maximal wirkungsvoll, indem wir Social Entrepreneurship-Projekte unterstützen, deren Geschäftsmodelle fortlaufend dazu beitragen, die 17 UN Nachhaltigkeitsziele (SDGs) zu erreichen.
  • Wir verstehen wir uns als eine lernende, gemeinwohlorientierte Organisation, die ihr sich fortlaufend verbessert, zum Wohle aller.

Und während von den mehreren hundert Millionen Euro (keine fake news!), die Google täglich über sein Werbenetzwerk verdient, kaum ein Euro dort verbleibt, wo die jeweiligen Nutzer sitzen, können wir mit den Einnahmen unserer Nutzer Gelder regional zurückverweisen und soziale Innovatoren vor Ort fördern. Ein klein wenig Robin Hood schwingt bei uns also mit …