Select Page

Using Business as a Force for Good

Wir sind ein hoch engagiertes Gründer-Team, das fest in der “Social Business” bzw. “Social Innovation”-Szene sowie der digitalen Welt verwurzelt ist. Mit GEXSI haben wir selbst ein Sozialunternehmen gegründet, dass Werte getrieben ist: Unser Ziel ist, mit den generierten Einnahmen möglichst viele, möglichst gute Projekte zu unterstützen.

Dabei liegt unser Fokus insbesondere auf Menschen, die wie wir selbst auch Sozialunternehmen gründen. Denn wer es schafft, Lösungen für unsere drängenden gesellschaftlichen Herausforderungen zu entwickeln, die sich finanziell irgendwann selbst tragen, leistet aus unserer Sicht etwas ganz besonderes. Denn ein Sozialunternehmen ist eine Form des Empowerments und reduziert Abhängigkeiten von immer weiterlaufenden Spenden oder Zuschüssen. Aber wir wissen aus eigener Erfahrung: Gründer von Sozialunternehmen stehen ganz, ganz oft vor verschlossenen Türen, wenn es um die Finanzierung ihrer Idee geht. Zwar gibt es immer mehr Gründerwettbewerb und Mentoring-Programme. Aber meist tun sich kommerzielle Geldgeber wie Banken oder Risikokapitalgeber gleichermaßen schwer, eine Anschlussfinanzierung zu geben, wie Stiftungen oder weitere dem Gemeinwohl verpflichtete Geldgeber: Zu kommerziell für die einen, nicht profitabel genug für die anderen.

Mit GEXSI möchten wir das Eis aufbrechen und einen stetig wachsenden Geldstrom für diesen rasant wachsenden Sektor bereitstellen, hier vor Ort im deutschsprachigen Raum wie auch international, wo immer mehr Unternehmer Lösungen entwickeln, um Menschen am untersten Ende der Einkommenspyramide (base of the pyramid) mit all dem zu versorgen, was ein würdevolles Leben bedarf.

Unsere Wurzeln selbst sind international.

Gegründet in Davos in 2001

Gegründet wurde GEXSI zunächst als Initiative der Schwab Foundation for Social Entrepreneurship vor mehr als 15 Jahren auf dem Weltwirtschaftsgipfel in Davos, als “Global Exchange for Social Investment”. Dem damaligen Konsortium unter der Leitung von Pamela Hartigan, die später die Leitung des renommierten Skoll Forums in Oxford übernommen hat, wurde schnell bewusst, dass die Ursprungsidee einer “Börse” für soziale Investments, bei der vermögende Menschen Investments insbesondere in den ärmsten der Armen Länder vermittelt bekommen, überambitioniert war. So einfach auf Knopfdruck würden Menschen nicht ihr Geld in Projekte investieren, von denen man erst hinterher weiß, ob es als (verlorene) Spende oder als (profitables) Investment gelten sollte.

Es zeigte sich: Der wahre Engpass im System liegt darin, dass es keine Intermediäre gibt, die Geldgeber und Projekte zusammenbringen wollen, sondern dass junge, neue, innovative Projekte schlicht und einfach nahezu keinen Zugang zu Kapital haben, weder zu Investments noch zu Spenden oder Zuschüssen. Dies ist das Problem, das wir lösen möchten.

Wir können behaupten, dass wir fast alle erdenklichen Wege, dieses Problem zu lösen, kennen. Vieles haben wir selbst probiert. Der ambitionierteste Versuch war die Gründung einer gemeinnützigen Struktur, der GEXSI Charity, in London. Denn das englische Rechtssystem erlaubt es, Sozialunternehmen mit gespendeten Geldern zu unterstützen. Einzige Bedingung: Wenn dabei Geld zurückkommt, muss dieses im gemeinnützigen Kreislauf bleiben, etwa um es zu re-investieren. Wir hatten das Projekt (vielleicht etwas vorschnell) aufgegeben, da wir als Team in Berlin und nicht in London saßen und es uns schwer viel, wirklich finanzstarke Unterstützer für unsere Idee zu finden. Eine “lessons lernt” war: Es gibt in Europe weniger Großspender als etwa in den USA.

Alles auf eine Karte: GEXSI als Suchmaschine

Das Suchmaschinen-Projekt ist für uns eine Faszination. Die digitale Welt macht es möglich, tausende oder Milliarden von Kleinstbeträgen zu erwirtschaften – für die Webseiten Nutzer ganz ohne Kosten  – und so ein Budget zu erwirtschaften, mit dem wir Sozialunternehmen unterstützen können. Dass dieses System funktioniert, zeigen Initiativen wie Ecosia, die für uns in vielerlei Hinsicht ein Benchmark darstellen, wir aber einen ganz anderen Fokus haben, welche Art von Projekten und wie wir diese Projekte unterstützen wollen.

Da wir selbst nicht Teil des gemeinnützigen Kreislaufs sind, auch wenn wir als Certified B Corporation dem sehr nahe kommen, können wir das Geld dabei flexibler ausgeben als es etwa einer Stiftung möglich wäre. Damit ist GEXSI fast der einzige Akteur in Deutschland, der systematisch einen stetig wachsenden Mittelfluss für den Social Enterprise Sektor aufbaut.

Wir können dabei die gesamte Klaviatur bespielen und Projekte klassisch durch Zuschüsse unterstützen, bestimmte Leistungen für sie finanzieren oder uns finanziell an ihnen beteiligen – je nach Bedarf.

Dass auch Investments in Sozialunternehmen eine Option sind, mag manche überraschen. Es folgt aber einer ganz klaren Logik: Ein Sozialunternehmen, dass zu einem späteren Zeitpunkt reif genug ist, um andere, kommerziellere Geldgeber als wir, zu akquirieren, braucht unser Geld nicht. Das Geld können wir besser nutzen, um weitere Projekte zu finanzieren.

Medienpartnerschaften als starker Hebel

GEXSI ist inzwischen ganz eng verwoben mit der GOOD IMPACT Gruppe, die die Online Medienplattform www.goodimpact.org betreibt und eng mit Partnerplattformen wie enorm oder utopia kooperiert. Auch planen wir, einen Teil unserer Geschäftsanteile an die GOOD IMPACT Stiftung zu übertragen, was unseren Handlungsspielraum erhöht, Projekte auch über diesen gemeinnützigen Arm zu unterstützen.

Die Nähe zu einem der wichtigsten Mediennetzwerk für Menschen, die sich für Zukunftsthemen und einen nachhaltigen Lebensstil interessieren und engagieren, schafft für uns fantastische Möglichkeiten. Denn über unsere Medienpartnerschaften können wir die Geschichten über die Projekte, die wir unterstützen, in einem erweiterten Kreis teil. Hieraus dürften auch neue Optionen für wechselseitig vorteilhafte Sponsoring-Partnerschaften mit Unternehmen entstehen; denn die Formel lautet: Gutes Tun gekoppelt mit hoher Sichtbarkeit.

Starke Gründer Stories

Die beiden Hauptgesellschafter von GEXSI – und damit Gründer des Suchmaschinenprojekts – sind Andreas und David.

  • Andreas hat die GEXSI Story seit 2005 begleitet und die Organisation seit 2010 federführend geleitet und in eine Boutique Impact Investment & Social Innovation Agentur überführt. Andreas kennt nahezu alle Netzwerke, Plattformen und Initiativen weltweit, die sich mit Sozialunternehmen befassen und hat damit den perfekten Zugang zu spannenden Projekten, gepaart mit dem Know How einschätzen zu können, welche Art von Unterstützung jeweils am meisten Sinn macht. Die Neuausrichtung von GEXSI als Suchmaschine, die ein weites Portfolio von Sozialunternehmen finanzieren soll, geht maßgeblich auf Andreas zurück. Er setzt damit alles auf eine Karte und ist überzeugt, dass dieses Tool mehr “impact” erzielen wird als die anderen, mehrheitlich beratenden, Aktivitäten der Organisation, die nun zurückgestellt werden.
  • David hat GEXSI und seine strategische Ausrichtung seit 2007 begleitet. Als erfolgreicher Serial Entrepreneur verbindet David zwei Faktoren, die für unser Projekt elementar wichtig sind: Als Gründer von myphotobook hat David seit seiner Studienzeit eine hohe Affinität zu Online basierten Geschäftsmodellen. Seit seinem Exit ist er 100% darauf fokussiert, über Neugründungen im Medienbereich möglichst viele Menschen zu inspirieren, ihr Leben selbst und nachhaltig zu gestalten, sei es über das Magazin enorm oder die Online Medienplattform GOOD IMPACT mit seinen Schwesternplattformen GOOD Jobs, GOOD Travel etc.

Dank des hohen Einsatzes von Kevin und der tatkräftigen Mitarbeit von Rainer (im Rahmen seines zeitlich befristeten Sabbaticals) haben wir zudem ein Maß an digitaler Expertise in-house versammelt, das uns zuversichtlich stimmt, das Projekt erfolgreich hochzuziehen und soweit zu skalieren, dass wir den Social Enterprise Sektor ein klein wenig revolutionieren werden.

Die wichtigste Komponente fehlt uns noch. Das bist Du und all deine Freunde, Kollegen, Kunden oder Geschäftspartner.

Jeder einzelne zählt!

Berlin, September 2017

Andreas Renner   David Diallo    Kevin Fuchs    Rainer Müller